Sonntag, 17. September 2017

Steingarten und Co Vol. 2

Es geht weiter, die Menschen sind es immer noch nicht müde, sich Steine in den Garten zu schütten.
Das nennt man dann Pflegeleicht.
Es kommen immer mehr Menschen zu mir, mit Schadbildern von Pflanzen, die langsam aber sicher das Zeitliche segnen.
Sie wollen Spritzmittel kaufen und sie retten. Es gibt aber kein Ungeziefer an den Pflanzen und eine Pilzliche Erkrankung kann ich auch nicht erkennen. Sie möchten diese, für sie wertvollen Pflanzen retten. Aber warum gehen sie ein?
Ja, warum?
Die Pflanzen gehen ein, da keine Bodenbelüftung mehr stattfinden kann.
Sie meinen, sie haben doch aber Vliese und Folien gekauft, die Wasserdurchlässig und Atmungsaktiv sind. Ja das stimmt, aber...

Haben Sie sich schon mal überlegt wer denn im Boden für die Atmung sorgt?
In der oberen Schicht des Bodens gibt es ein Bodenleben, Millionen von Mikroorganismen und unsere lieben Regenwürmer, Asseln und andere kleine Getiere, diese alle sorgen dafür das der Boden belüftet wird. Organische Stoffe, wie Laub und andere abgestorbenen Pflanzenteile, werden zu Humus umgesetzt. Diese werden dann im Oberboden untergemischt und sorgen für eine optimale Bodenbelüftung.
Das Problem sind nicht unbedingt die Steine, das üble an der Sache sind die Folien und Vliese, die zwischen Steine und Boden gelegt werden.
Das Bodenleben kann nicht mehr an die Obrfläche gelangen, da eine Sperrschicht zwischen Steine und Boden liegt. Wäre diese Schicht nicht vorhanden, dann wäre das alles kein Problem. Man hat Angst, dass sich die Steine mit dem Boden vermischen könnten und es ist sicher leichter eines Tages die Steine wieder zu entfernen.
Steine sind nicht gerade günstig. Sie erhöhen das Kleinklima und der Tau kann sich nicht mehr nieder lassen. Es gibt nichts mehr für die Insekten zu finden. Das Bodenleben zieht sich zurück. Es gibt nichts positives dazu zu berichten.
Denken Sie mal darüber nach, ob sie das alles wollen!

Freitag, 18. August 2017

Das Leben ist Veränderung, der Garten ist Veränderung!

Das Leben ist Veränderung!

Im Leben gibt es immer wieder Veränderungen! Wenn man sich vorstellt, jeder Tag wäre gleich, wie langweilig es dann im Leben ist. Wir unterliegen  einer Struktur, die jeden Tag eine Wiederholung mit sich bringt. Manchmal müssen wir aber aus dieser Struktur ausbrechen und eine Veränderung in unserem Leben zulassen.

Ein Leben ohne Veränderung! 

Tagaus, Tagein, jeden Tag immer das gleiche. Aufstehen, Frühstücken, zur Arbeit gehen, evtl. zwischendurch noch die Kinder versorgen, einkaufen, nach Hause kommen, essen kochen. Fernsehen oder Garten oder Buch lesen, zu Bett gehen. Vielleicht noch einem  Hobby nachkommen. Und so vergeht jeder Tag, auf irgendwie die gleiche Art und Weise. 
Ist es dann nicht ganz normal, dass man  eine Veränderung herbei sehnt. Wir werden heute alt, sehr als und das Leben ist lang. Darum ist es wichtig eine Veränderung zuzulassen. 

Der Garten ist Veränderung! 

Ich finde der Garten ist das beste Beispiel für Veränderung, denn hier verändert sich jedes Jahr so viel, dass man schon gezwungen ist, es zu verändern. Wir legen ein neues Beet an, mit kleinen Pflanzen und Stauden. Das erste Jahr sieht noch alles sehr mickrig aus und das zweit Jahr, da haben die Gehölze und Stauden sich den Gegebenheiten angepasst und wachsen gut. Im dritten und vierten Jahr ist alles Super Schön. Dann fängt es an, dass es nicht mehr so harmonisch aussieht und die ersten Veränderungen nehmen ihren lauf. Ausgesamte Stauden die zuviel sind, werden aus dem Beet entfernt, Pflanzenteile werden abgeschnitten. Manche nicht so schöne Pflanze wird durch eine schönere ersetzt. Und so geht es immer weiter. Dann denkt man, och da in der hinteren Ecker ist noch eine Lücke, da passt noch ein Strauch hin. Und so verändert sich der Garten von Jahr zu Jahr.

Das Leben ist schön, mit Veränderung! 




 

Dienstag, 16. Mai 2017

Ich bin Gärtnerin und mache die Welt bunt!

Viele Blüten braucht die Welt! 

Unsere Umwelt wird immer Bienen unfreundlicher, alles wird puristischer und steriler.
Man sagt das die Biene im Herbst verhungert und nicht mehr gestärkt genug in den Winter geht.
Ist das nicht schrecklich?
Was hat Einstein mal gesagt: " 3 Jahre ohne Bienen und der Mensch würde verhungern!"
Die Rapsfälder blühen und sind auch schon Bienen da?
Gestern hatte ich eine Kundin, die wieder einmal Ihren Garten Bienenunfreundlich gestallten möchte.
Der Grund dafür waren die Kinder und sie hätte keine Zeit, Beete zu säubern. Also Steine und Bienenunfreundliche Pflanzen. Denken die Menschen eigentlich mal an unsere Zukunft?
Die Kinder auf der Terrasse sollen nicht mit den Insekten in Berührung kommen, sie könnten gestochen werden.
Was ist nur los mit den Menschen.
Wie haben wir es geschafft erwachsene Menschen zu werden und durch das Leben zu kommen.
Überall nur Grün, keine Farbe. Ach ich habe das Grau vergessen.
Ich bin Gärtnerin und mache die Welt bunt!




Dienstag, 17. Januar 2017

Den Garten 'Winterfest' machen


Den Garten Winterfest machen 

So soll der Titel in einer Heimischen Zeitung im Oktober lauten. 

Wir befinden uns Mitte Oktober und es hat geregnet. Es beginnt die ideale Zeit Bäume und Sträucher, Hecken und Koniferen und viele andere Gehölze zu pflanzen und umzupflanzen. Der Boden ist warm und die Pflanze kann jetzt im warmen und feuchten Boden einwurzeln. Sie brauch sich um nichts anders zu sorgen als um das Anwachsen. Im Frühling kann sie dann schon gut angewachsen ihr Blüten und Blätter entfalten.
Und dann schreiben die "Winterfest machen" was für ein Blödsinn!

Jetzt wo ich den Blogartikel weiter schreibe ist es Januar und ich habe auf unsere Internetseite http://baumschule-krause.de/winterschutz-an-gehoelzen-und-rosen/ gerade darüber einen Blog geschrieben.
Wie kommt das, dass Redakteure nicht richtig recherchieren und dann so etwas schreiben.
Ist es Unwissenheit?
Oder steckt da Lobbyismus dahinter?
Ich denke beides!
Denn seinen wir mal ganz ehrlich, wer schaltet dauernd Anzeigen?
Und wer profitiert von den ganzen Anzeigen!
Es geht letztlich immer nur ums Verkaufen.
Denn Winterschutz heißt, dafür Zutaten zu kaufen, um Kübel im Pflanzen oder nur Pflanzen vor Kälte zu schützen. Keiner macht sich Gedanken darüber wie das mit einfachen Mitteln geht, mit Naturmaterialien, die man im Garten sowieso hat. Deshalb wird dem Hobbygärtner soggeriert, jetzt im Oktober, wenn du im Bau.- u. Hobbymarkt bist, kannst du schon mal an das ein oder andere Vliese denken. Eine Haube für die Stammrose und noch andere komische Dinge.
Ja so ist das.

Ich hab meinen Garten so was von Winterfest! 

Das Laub liegt schön in den Beeten verteilt, die Rosen sind mit Tannenreisig abgedeckt und die Kübel sind zusammengestellt. Mehr brauch man nicht. Was zu bedenken ist, dass Kübelpflanzen die nicht Winterhart sind, einen Stellplatz bekommen sollten, der Frostfrei und hell ist. Wenn diese einfach nur in den Keller geräumt werden, wo es zu warm und gleichzeitig zu dunkel ist, fangen sie schnell an hochzugeilen und mit langen komischen Trieben sich zum Licht zu orientieren.
Kühl und Hell, dass ist der ideale Platz.

Alle anderen Winterharten Pflanzen im Kübel sollten dann geschützt zusammengestellt werden und dann kann man ein Wintervliese drumherum schlagen. Das Gießen bei Frostfreien Tagen nicht vergessen und dann reicht das schon.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der Kindgerechte Garten

Unsere Kinder in der Watte Wolke

Der Garten wird von vielen Menschen als die Oase im Stressigen Alltag gesehen. Das ist was ganz wertvolles. Viele Menschen möchten gerne ihrem Garten auch in die Kindgerechte Spieloase umwandeln. Dazu werden alle Gehölze aus dem Garten verbannt die in irgendeiner Weise für die Kleinen eine Gefahr darstellen können. Ob es Dornen oder Stacheln sind, oder Giftige Teile eine Pflanze, oder Beeren. Dann wird nach einer Alternative gesucht. Diese darf dann natürlich ihr Laub nicht abwerfen. Das würde ja Dreck verursachen. Und so weiter. Aus der Praxis heraus kann ich noch viel mehr darüber erzählen. Es macht mich sehr wütend, dass unser Kinder nicht mehr zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen erzogen werden. Das sie verhätschelt und verpäppelt werden. Mama und Papa fahren die Kleinen bis ins letzten Teeniealter überall hin. Das die Sprösslinge sich nur nicht verausgaben. - Aber ich schweife ab- das Thema macht mich echt wütend. 
Dann wird auch fleißig tolle Putzmittel gekauft, damit die Bude auch steril ist und bloß keine Keime in der Wohnung zu finden sind. Das suggeriert uns ja auch die Werbung. Reinlichkeit- Sauberkeit- alles toll! Schöne heile Welt. 
Und was ist das große Übel an der Sache. 
Unsere Kinder werden krank. Sie können keine Abwehrkräfte mehr bilden, da sie ja so steril gehalten werden. Im Garten dürfen Sie nicht mit schmutzigen Händen einen Apfel essen, ach du liebe Zeit er ist ja auch nicht abgewaschen. Sie könnte ja auch beim Spielen ausrutschen und sich dann an einem Rosenbusch verletzten. Oder an der Brennesel verbrennen. Mein Gott, wie oft bin ich damals über des Bauen Stacheldraht geklettert, habe mir die Hose (damals hatten wir alle diese Schlaghosen an) aufgerissen und bin dann noch in die Brenneseln gefallen.
Und... Hilfe ich lebe noch! Mir geht es gut, habe keine Allergien und ich weiß auch nicht. 
Aber der kindgerechte Garten, ist das nicht der Garten, in dem man dem Kind die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur beibringt. Was Mutter Natur alles zu bieten hat. Die Beeren für die Vögel, warum eine Pflanze Stacheln hat, warum manche Beeren für uns Menschen genießbar und manche es nicht sind. All das sollten Kinder lernen. Denn was ist wenn sie in einem anderen Garten mal spielen und dieses nie kennengelernt haben, die Versuchung ist groß. Und dann ist das Kind in den Brunnen gefallen. 
Kinder müssen lernen mit der Gefahr umzugehen. Das ist das Leben. Wenn wir unsere Kinder da nicht darauf vorbereiten, wie sollen sie es dann im Leben zurecht komme?

Donnerstag, 2. Juni 2016

Was für ein Wetter!

Seit gestern haben wir den Meterologischen Sommeranfang.
Dieser Sommer beginnt mit Hagel, Tornados und Starkregen.
Meine Güte
... und wieder sind viele Menschen betroffen, müssen um Ihre Existenz kämpfen und sogar um Ihr Leben.
Das ist keine Klimaveränderung?
... das kann mir doch keiner erzählen!
Ich denke wir sind mitten drin und wir müssen uns auf mehr gefasst machen.
Wenn ich mit Kunden darüber spreche, dann berichten sie mir auch immer wieder, dass sie nicht  glauben das das normal ist.
Aber wo sollen diese Wassermassen so schnell hin, wir hatten auch gestern, das Problem, das es unglaublich viel Regen bei uns gegeben hat und unser Folientunnel mit den Pflanzen darin überschwemmt war. Auf der Straße lief das Wasser wie in einem Bach.
Unser kleiner Hausbach war so laut, dass man meinen könnte, man stehe an einem rauschendem Fluß. Das Wasser sucht sich seinen Weg.
Wenn ich auf unserer Felder geschaut habe, dann konnte ich sehen, dass diese das Wasser gut aufnehmen konnten und auch in meinem Garten war der Rasen gut nass. Mein Vorgarten, der immer noch keine neue Bepflanzung bekommen hat, hat das viele Wasser gut aufgenommen.
Unsere Erde kann einiges an Wasser schlucken, bis der Boden gesättigt ist mit Regen, dass dauert.
Aber dadurch das viele Menschen Ihre kleine Oase in Schotterwüsten verwandeln, kann das Wasser nicht so schnell einsickern. Denn das Kleinstlebewesen kann den Boden nicht mehr belüften, es können sich dadurch keine neuen Gänge mehr bilden, damit das Wasser schnell in den Boden einsickert.
... und das Wasser sucht sich dann den Weg mit dem geringsten Widerstand.
Vielleicht läuft es in den Keller oder einfach nur auf die Straße und dann in die volle Kanalisation.
Was ich eigentlich sagen möchte, ist das es nicht geht das wir um uns herum alles zu betonieren. Gerade um unsere Haus herum. Es ist doch herlich im Garten sitzen zu können und die Kühle eines Baumes zu genießen. Die blühenden Sträucher und Stauden zu bestaunen.
Was für eine wunderschöne Blütenpracht.
... die vielen Insekten
... die tollen Vögel
und vieles mehr

Montag, 16. Mai 2016

73000 qm Täglich!


Ein sehr guter Artikel vom Bund Deutscher Baumschulen. 
Es ist ein Graus was mit unserer Landschaft passiert. 
Was die Menschen mit ihren Gärten veranstalten. 
Es wird das Kleinklima um sich herum verändert. Es geht Lebensraum für Insekten verloren, ganz zu schweigen von dem Bodenleben und den Vögeln die keinen Wurm mehr aus dem Boden zupfen können. 
Alle wollen den pflegeleichten Garten haben und sehen das Gärtnern als Arbeit an. 
In der heutigen Zeit sollte man das "tun im Garten" als Entspannung und sich wieder erden ansehen.
Es ist was wunderbares, sich Körperlich zu erschöpfen und hinterher zu sehen, was man mit seinen eigenen Händen geschaffen hat.
Das ist was Wertvolles und kann von niemanden genommen werden. Die Belohnung zu sehen was aus der Fläche geworden ist, ist für die Seele sehr wertvoll.  
Lassen sie doch mal ein wenig Unkraut wachsen. 
Auch das Unkraut bedeckt den Boden. 
Verändern sie ihre Einstellung. Es muss nicht alles Perfekt sein. 
Der Mensch will alles Perfekt, die Natur ist Perfekt!

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